Gewerbegebäude mit erhöhtem Risiko

Gewerbegebäude mit erhöhtem RisikoBei einem Gewerbegebäude mit erhöhtem Risiko ist es oft nicht leicht, schnell und kurzfristig eine passende Lösung zu finden. Treffen mehrere Dinge aufeinander, kann es sogar (fast) unmöglich sein, eine Gewerbegebäude Versicherung für dieses Risiko abzuschließen. In diesem Fall handelt es sich um ein Gewerbegebäude, welches vom Eigentümer an eine Privatperson vermietet wurde. Der Mieter wiederum hat einzelne Zimmer untervermietet.

Die Untervermietung der Zimmer erfolgte ohne Rücksprache mit dem Vermieter und zudem stundenweise. Aus einer Mietwohnung wurde damit ein bordellähnlicher Betrieb. Demzufolge war es aus Sicht der Gewerbeversicherung ein Gewerbegebäude mit erhöhtem Risiko. Dem Vermieter wurde dies vom Mieter entsprechend gemeldet. Dieser hatte aus uns nicht bekannten Gründen vergeblich versucht den Mietvertrag aufzuheben. Die Meldung an den Gebäudeversicherer über diese Nutzungsänderung wurde versäumt.

Angebot

Angebote anfordern



Zielgruppe

Versicherbar in der gewerblichen Gebäudeversicherung sind Betriebsgebäude, Lagerhallen, Bürogebäude, Produktionshalle und sonstige, gewerblich genutzte Gebäude und Immobilien.

  • Gebäude mit 50% und mehr Gewerbeanteil
  • Bürobetriebe (Bsp. Arbeitnehmerüberlassung / Zeitarbeit, Büroservice, Makler, …)
  • Fleisch- und Wurstverarbeitende Betriebe (Bsp. Fleischerei, Metzgerei, Räucherei, Schlachterei)
  • Handwerk (Bsp. Friseur, Kosmetik, Maurer, Maler, Trockenbau, …)
  • Händler (Bsp. Einzelhandel, Großhandel, Onlinehandel, Elektrohandel, Fahrradhandel, …)
  • Produzierende Betriebe (Bsp. Metallverarbeitung, Holzverarbeitung, Lebensmittelherstellung)
  • Hotel & Gastronomie (Bsp. Restaurant, Diskothek, Hotel, Gasthof)
  • Sonstige Betriebe auf Einzelanfrage

Absicherung

Gewerblich genutzte Gebäude werden für gewöhnlich mit dem ortsüblichen Neubauwert versichert. Bei bestehenden Immobilien zeigt die Erfahrung, dass es nicht zu empfehlen ist die Versicherungssumme aus dem bestehenden Versicherungsvertrag einfach so zu übernehmen. Zu groß ist die Gefahr einer ursprünglich falsch ermittelten Summe. Aber auch Modernisierungsmaßnahmen oder Instandhaltungen, die in dieser Zeit stattfanden, können zu einer nicht mehr aktuellen Versicherungssumme führen. Wir empfehlen deshalb die Versicherungssumme auf jeden Fall noch einmal zu überprüfen, wenn Sie über den Wechsel Ihrer Gebäudeversicherung nachdenken.

Kosten

Die Frage, was eine gewerbliche Gebäudeversicherung kosten darf, kann man leider nicht pauschal beantworten. So spielen natürlich das Gebäudealter und die Konstitution des Gebäudes eine entscheidende Rolle. Auch die im Gebäude befindlichen Betriebe, werden zur Risikobeurteilung herangezogen. Darüber hinaus werden auch die in der näheren Umgebung befindlichen Unternehmen und Betriebe in die Risikobetrachtung mit einfließen. Diese können ein zusätzliches Risiko für Ihr Gebäude darstellen. Experten raten deshalb sich durch einen Fachmann beraten zu lassen. So finden Sie Ihre beste gewerbliche Gebäudeversicherung im Vergleich.

Gewerbegebäude mit erhöhtem Risiko immer korrekt beim Versicherer melden

Nun kam es, wie es kommen musste. Es gab ein Feuer, welches einen erheblichen Schaden am Gebäude und am Dach verursachte. Der Gebäudeversicherer schickte zur Prüfung einen Sachverständigen. Dieser stellte fest, dass das Wohnhaus gar nicht wie angegeben als reines Wohnhaus genutzt wird. Stattdessen wird darin ein Gewerbe betrieben. Hätte die Gewerbeversicherung von diesen Umständen gewusst, wäre der Vertrag längst vom Gebäudeversicherer gekündigt worden. Rotlichtrisiken sind bei fast allen Versicherern ein nicht versicherbares Risiko.

Die Pflicht des Vermieters wäre es gewesen, diesen gefahrerhöhenden Umstand dem Versicherer zu melden. Der Versicherer hätte den Vertrag dann wohl gekündigt. Es hätte aber die Möglichkeit gegeben, sich rechtzeitig um eine passende gewerbliche Gebäudeversicherung zu kümmern. Das Gewerbegebäude mit erhöhtem Risiko wäre dann rechtzeitig und ausreichend versichert worden.

In diesem Fall hat der Versicherer lediglich 30% des Schadens übernommen. Das ist unserer Ansicht nach bei betreiben eines bordellähnlichen Betriebs im Gebäude sogar noch sehr kulant.  Im gleichen Atemzug wurde der Vertrag vom Versicherer gekündigt. Nun steht der Vermieter ohne Gebäudeversicherung für seine Immobilie da. Aufgrund des Vorschadens und des erhöhten Risikos, der noch nicht abgeschlossenen Sanierung und der bislang noch unklaren Brandursache machen wir uns kaum Hoffnung hier eine schnelle Lösung zu finden. Nichts desto trotz geben wir unser Bestes und klären die Möglichkeiten ab.