D&O Versicherung

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Managerhaftpflicht

Wegen des ursprünglich aus Amerika stammenden Schutzes wird auch hier in Deutschland in erster Linie von einer D&O Versicherung gesprochen, wenn es um den Schutz von Managern oder leitenden Angestellten in Firmen oder Vereinen geht. Schärfere Gesetze und eine strenge Rechtsprechung erhöhen Druck und Risiko auf die Führungskräfte von Unternehmen. Die passende Lösung bietet die Managerhaftpflicht.

Unternehmensleiter sind einem hohen Haftungsrisiko ausgesetzt. Unter Umständen müssen nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland Konsequenzen getragen werden. Mit der richtigen D&O Versicherung schützen Sie sich vor den finanziellen Folgen. Bei der D&O Versicherung handelt es sich um eine besondere Form der Haftpflichtversicherung, welche die Organe von Kapitalgesellschaften, Vereinen und Stiftungen sowohl vor Haftpflichtansprüchen innerhalb des Unternehmens (Innenhaftung) als auch vor Ansprüchen Dritter (Außenhaftung) schützt.

Was ist eine D&O Versicherung?

Eine D&O Versicherung ist eine so genannte Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die von Unternehmen oft auch für leitende Angestellte abgeschlossen wird. Der Art nach zählt sie deshalb zu den Berufshaftpflichtversicherungen. Das Unternehmen selbst ist durch den Abschluss einer solchen Versicherung nicht abgesichert. Umgangssprachlich wird die D&O Versicherung gerne auch als Managerhaftpflicht Versicherung bezeichnet.

Wer braucht eine D&O Versicherung?

Generell kann man sagen: Wer Entscheidungen trifft, muss auch für deren Misslingen einstehen. Gerade deshalb ist eine D&O Versicherung für Manager und Vorstände sehr sinnvoll. Bei Schäden würden diese sonst mit ihrem gesamten Privatvermögen haften. Eine D&O Versicherung bewahrt sie davor. Somit schützen sich nicht nur die Manager und Unternehmensleiter vor Schadenersatzforderungen, sondern auch das Unternehmen kann berechtigte Schadenersatzforderungen durchsetzen, da diese durch die Managerhaftpflicht Versicherung gedeckt sind.

Versicherungsumfang in der D&O Versicherung

In den Versicherungsschutz einer D&O Versicherung sind in der Regel sämtliche Organe (z. B. Vorstände, Aufsichts- und Beiräte) sowie leitende Angestellte (z. B. Prokuristen) einer Gesellschaft eingeschlossen. Eine solche Gesellschaft muss die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters erfüllen, was in einschlägigen Gesetzen (z. B. Aktiengesetz, GmbH-Gesetz) geregelt ist. Sowohl bei nicht vorsätzlicher als auch bei wissentlicher Verletzung der Sorgfaltspflichten (je nach Versicherungsgesellschaft) besteht eine Schadendeckung im Innen- und Außenverhältnis des Unternehmens. Dabei werden alle während einer Versicherungsperiode entstandenen Vermögensschäden ersetzt. Auch bereits vorher verursachte Schäden können in den Versicherungsschutz aufgenommen werden – man spricht dabei von einer Rückwärtsdeckung. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Anspruchserhebung erst nach Vertragsbeginn erfolgt und die Pflichtverletzung vor Vertragsbeginn nicht bekannt gewesen sein darf. Auch nach Beendigung des Vertrages können Ansprüche je nach Versicherungsunternehmen noch 6 Monate bis 3 Jahre geltend gemacht werden.

Grundlagen für die Anspruchstellung in der D&O Versicherung

Vom Versicherungsunternehmen wird bei einer D&O Versicherung bei Anspruchstellung generell zwischen Innen- und Außenhaftung unterschieden. Überwiegend müssen Schäden ersetzt werden, die im Innenverhältnis des Unternehmens entstehen. Bei der Innenhaftung ist die versicherte Person (z. B. ein Vorstand) gegen Ansprüche des Unternehmens abgesichert. Bei Schäden in der Außenhaftung ist die versicherte Person gegen Ansprüche Dritter geschützt.

Die Selbstbeteiligung in der D&O Versicherung

Entsprechend dem „Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung“ müssen Vorstände einer Aktiengesellschaft mit einem Betrag in Höhe von 10 % des Schadens haften. Dabei ist eine Begrenzung auf das eineinhalbfache der festen Jahresvergütung festgelegt. Mit einer so genannten „Selbstbehaltversicherung“ bietet sich die Möglichkeit auch diese Selbstbeteiligung zu versichern.

Geschichte zur Managerhaftpflicht

Schon im Jahr 1895 wurde in Deutschland über eine solche Versicherung zum Schutz für Unternehmensleiter nachgedacht. Eine Einführung erfolgte jedoch erst in den 30er Jahren in den USA. In den 80er Jahren kann es hier dann zu teilweise massiven Ansprüchen gegenüber Managern, weshalb die D&O Versicherung auch auf internationaler Ebene immer mehr an Bedeutung erfuhr. In Deutschland wurde die erste D&O Versicherung dann im Jahr 1986 angeboten.

Warum ist eine D&O Versicherung wichtig?
Innerhalb Ihrer unternehmerischen Tätigkeit haften Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsrat, Beirat, Verwaltungsrat und Stiftungsrat persönlich und in unbegrenzter Höhe mit Ihrem kpl. Privatvermögen für schuldhaft begangene Pflichtverletzungen (gesamtschuldnerisch nach §426 BGB). Leitende Angestellte (Generalbevollmächtigte und Prokuristen, sowie andere im Sinne des BetrVG) haften je nach Verschuldungsgrad mit dem 3-6 fachen Ihres Monatsgehalts.

Wessen Vermögen schützt die D&O Versicherung?
Geschützt in der D&O Versicherung wird das Privatvermögen der Manager vor Haftpflichtansprüchen, die aus Vermögensschäden im Rahmen Ihrer dienstlichen Tätigkeit entstehen. Im Umkehrschluss wird somit aber auch das Vermögen des Unternehmens geschützt, da Haftpflichtansprüche durchgesetzt werden können und diese von der D&O Versicherung übernommen werden.

Welche Funktion hat eine D&O Versicherung?
Die D&O Versicherung soll ungerechtfertigte Haftpflichtansprüche abwehren und im begründeten Haftpflichtfall die Ansprüche befriedigen. Somit schützen Sie als Manager bzw. leitender Angestellter Ihr privates Vermögen. Die D&O Versicherung wird deshalb auch Managerhaftpflicht genannt.

Was wird Ihre D&O Versicherung kosten?
Die Frage, was eine D&O Versicherung kosten wird und darf kann man leider nicht pauschal beantworten, weil je nach Branche und ne nach Versicherungsgesellschaft unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden und es somit auch zu unterschiedlichen Kosten einer D&O Versicherung kommt.

Ihre D&O Versicherung Vorteile

  • Vollständige Integration der Vermögensschaden-Rechtsschutzversicherung in der D&O Versicherung
  • Doppelte Versicherungssumme (Abwehrkosten + Schadenersatzleistung)
  • Kein Verbrauch der Versicherungssumme infolge hoher Abwehrkosten
  • Schutz in der D&O Versicherung aller Organmitglieder incl. zweiter Führungsebene und weiterer Personen
  • Versicherungsschutz auch für Neugründungen
  • Automatische Mitversicherung neuer Tochter- und Enkelunternehmen
  • Bedarfsorientierte Nachmeldefristen von 5 bzw. 10 Jahren oder unbegrenzt
  • Abwehrschutz vor Eintritt des Versicherungsfalles
  • „erweiterter Vermögensschadenbegriff“
  • Keine Bevormundung bei der Wahl des Rechtsanwalts
  • Aktiver Rechtsschutz zur Wahrung von Persönlichkeitsrechten
  • Keine Leistungskürzung trotz hoher Kapitalbeteiligung
  • Stark reduzierter Ausschlusskatalog in der D&O Versicherung
  • Keine Anrechnung von Anteilen Angehöriger
  • Keine Offenlegung von Unternehmenskennzahlen erforderlich zur Beantragung der D&O Versicherung
  • Keine Geschäftsberichte, keine Risikofragebögen
  • Vollwertige AGG-Absicherung (Option)

Für wen kommt eine D&O Versicherung in Frage
Eine D&O Versicherung kommt normalerweise nicht in Frage für eine OHG, KG oder BGB Gesellschaft, da dort in der Regel die Gesellschafter selbst die Geschäftsführung übernehmen. Allerdings gibt es zwischenzeitlich auch hier Versicherungsgesellschaften, die dennoch den passenden Versicherungsschutz anbieten. In erster Linie ist eine D&O Versicherung interessant für eine AG, GmbH, GmbH&Co.KG, Vereine, Stiftungen und andere NPO’s (Non Profit Organisationen). Welche Versicherungssumme sollte vereinbart werden? Als Faustregel kann gesagt werden, dass die Hälfte des Eigenkapitals als Versicherungssumme durch eine D&O Versicherung abgesichert sein sollte. Nutzen Sie den D&O Versicherung Vergleich.

Wichtige Merkmale der D&O Versicherung

  • Abwehr von unbegründeten und Freistellung von begründeten Schadenersatzansprüchen
  • Rechtskosten einschließlich Zeugenbeistandskosten
  • Versicherungsschutz in der D&O Versicherung auch für die Wahrnehmung eines Fremdmandates ausserhalb der Versicherungsnehmerin oder eines Tochterunternehmens
  • Mitversicherung des bedingten Vorsatzes
  • Kosten zur Vermeidung / Verminderung von Reputationsschäden auch schon bei einem drohenden Reputationsschaden
  • keine Eigenschadenklausel (voller Innenverhältnisschutz auch für am Unternehmen beteiligte Manager)
  • Unbegrenzte Rückwärtsdeckung
  • Mitversicherung von ehemaligen, neu gegründeten oder neu erworbenen Tochterunternehmen in der D&O Versicherung
  • Mitversicherung von Fremdmandaten in Profit- oder Non Profit Unternehmen
  • Haftung von Unternehmensleitern in Bezug auf Ruhestands- oder Pensionszahlungen nicht ausgeschlossen
  • uvm.

Selbstbehalt in der D&O Versicherung
Am 5. August 2009 ist das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung in Kraft getreten. Somit ist für Gesellschaften, auf die das deutsche Aktienrecht Anwendung findet zwingend ein Selbstbehalt im Schadensfall vorgeschrieben. Gleiches gilt für Aufsichtsräte von börsennotierten Aktiengesellschaften. Gemäß §93 Abs. 2 Satz 3 AktG hat ein Vorstandsmitglied bei jedem Schadenfall sich mit einem vertraglich festzulegenden Prozentsatz zu beteiligen. Dieser Selbstbehalt in der D&O Versicherung muss mindestens 10% des Schadens betragen. Als Obergrenze der Selbstbeteiligung in der D&O Versicherung wurde ein Betrag definiert, der 150% der festen jährlichen Vergütung (im Jahr der Pflichtverletzung) betragen muss.

Beispiele für mögliche Schadenersatzansprüche

  • Es werden neue Aufträge aquiriert, die aufgrund der derzeitigen Unternehmensstruktur von vornherein nicht abgewickelt werden können
  • Versäumung von Fristen (Bsp. rechtzeitige Kündigung eines teuren Mietvertrages für ein Gebäude, welches nicht mehr benötigt wird)
  • Fehlinvestitionen wegen mangelnder Überprüfung der Marktlage und der Kosten
  • Die Angebotskalkulation ist fehlerhaft und verursacht erhebliche Unternehmensverluste
  • Riskante Finanzgeschäfte werden getätigt (Bsp. Wechselkursabsicherung)
  • Einführung einer Software mit einem Unternehmen, welches nicht in der Lage ist, das Projekt in dem geplanten Zeit- und Kostenrahmen durchzuführen

Bei der Beurteilung des Verschuldens genügt bereits eine leichte Fahrlässigkeit.

Häufig fragt man sich, was möge wohl eine D&O Versicherung kosten. Erfahren Sie mehr darüber beim D&O Versicherung Vergleich und lassen Sie sich ein individuelles Angebot speziell für Ihr Unternehmen unterbreiten.

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